Historie zu Schönram und der Brauerei

Schönram wurde erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt, als "Schonrein", aus dem später "Scharram" oder "Scharamb" und "Schönram" wurde.
So gibt es eine weitere Erwähnung von Schönram, als 1344 die Salzburger Domdechantei ein Gut bei Schönram kaufte, um Unteerhalt des neien Katharinenaltars am Dom. Zu diesem Zweck musste der neu erworbene Hof Fleisch, Eier, Getreide und andere Güter liefern

Später im 18. Jahrhundert waren die Grundherrem von Schönram die Salzburger Domdechantei, das Salzburger Bürgerspital, der Graf von Rehlingen, die Familie der Grafen Lodron und die Pfarrei Petting.
Um diese Zeit (1778) bestand das Dorf aus elf Anwesen, von denen fünf alleine dem Bürgerspital gehörten, darunter der Lindlschmid sowie die Taferne mit Posthalterei, Brau- und Wirtshaus.
Wie Schönram wuchs, kann man aus einem Bericht aus dem Jahr 1812 ersehen werden. Damals zählte Schönram 106 Seelen, die in den 24 Häusern des Ortes lebten, darunter waren auch vier Handwerker und zwei Kramer

Sehr wichtig war an diesem Schnittpunkt zweier Straßen von jeher der Wirt. Eine Taferne in "Scharamb" wird ersmals 1512 erwähnt, dürfte aber schon viel früher bestanden haben. 1622 ist dann von einer Bräustatt die Rede, was aber wieder nichts über das wahre Alter des Bierbrauens in Schönram aussagt. Die lange Reihe der Pächter ist durch das Grundbuch des Salzburger Bürgerspitals und die fälligen Abgaben dorthin bekannt. Pächterwechsel waren häufig und der Sterit mit den Pettinger Wirten die Regel.

Bei einem weiteren Besitzerwechsel 1780 übernahm Jakob Köllerer das stattliche Anwesen. Dieser war der siebte Sohn des Laufener Wirts Mathias Köllerer, der im Gebäude des heutigen Spielwarengeschäfts Fial eine Wirtschaft betrieben hat. Somit ist seit 1780 die Brauerei in Familienbesitz.

1836 übernahm Anton Köllerer die Brauerei und die Wirtschaft in Schönram. 1852/53 ließen er und seine Frau Maria das Schönramer Kirchlein errichten, um den Brauereiangestellten die Möglichkeit zu einem sonntäglichen Gottesdienstbesuch zu geben. Sie restliche Schönramer Bevölkerung musste nach wie vor zum regulären Pfarrgottesdienst nach Petting pilgern.

Der Grund für diese Regelung dürfte gewesen sein, dass einerseits das Opfergeld für Petting nicht geschmälert werden durfte und andererseits die Brauereibediensteten nach der Kirche schnellstmöglich wieder zur arbeit verfügbar sein sollten.

 

Seit nunmehr 500 Jahren gibt es nachweislich in Schönram an dieser Stelle eine Tafernwirtschaft. Erstmals 1512 in einer Urkunde erwähnt hat das Haus natürlich viele Veränderungen erfahren und "miterlebt". Nicht nur Zeiten haben sich oft radikal verändert, mit der Zeit auch die Menschen, die Gesellschaft und die Art und Qualität der Produkte, die hier angeboten und verarbeitet wurden.

500 Jahre, das ist schon ein Pfund! Natürlich gab es innerhalb einer solch langen Zeitspanne auch viele Auf und Ans. Die "gute alte Zeit" gab es wahrscheinlich nie. Die beste Zeit ist ziemlich sicher sowieso die heutige. Besonders was Komfort-, Lebens-, Wohn- und Warenqualität betrifft. Und deshalb freuen wir uns, dass wir in diesem Wohlstand auf die lange lehrreiche und formende Tradition zurückgreifen können. Wir, die Wirtsleut vom Bräustüberl, zehren von der Geschichte dieses Hauses und gleichzeitig ist es uns Verpflichtung zur Pflege und Weitergabe eines intakten und werthaltigen Betriebes an die nächste Generation.